Neue Stadtmitte Steinbach

Planungswerkstatt:
1. Preis

Auslober:
Magistrat der Stadt Steinbach

Bausumme:
1,3 Mio. €

Areal:
11.800 qm

Bearbeitung:
Werkstattverfahren: 12.2012 – 03.2013
Objektplanung: seit 07.2013

Planungsziele

Die mit der Planungswerkstatt verbundenen Ziele richten sich auf die Erhaltung und Förderung der gemischten Struktur mit Einzelhandel, Wohnen und sozialen Einrichtungen. Die stĂ€dtebaulichen und landschaftsarchitektonischen Neugestaltungen sollen geeignet sein, um der Stadtmitte ein zeitgemĂ€ĂŸes Erscheinungsbild zu verleihen, die funktionalen Erfordernisse zu optimieren, Orientierung und Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewĂ€hrleisten und die Aufenthalts- und VerweilqualitĂ€ten zu erhöhen.

GestaltungsvorschlÀge

Die heterogene bauliche Struktur, die mit den neuen Bauvorhaben zwar verbessert, aber nicht aufgehoben wird, erfordert fĂŒr die Ausbildung einer stĂ€dtebaulichen Einheit eine starke, möglichst homogene stadtgestalterische Grundebene. Diese soll aus Wege- und PlatzflĂ€chen, die eine einheitliche OberflĂ€chenbefestigung aus Betonpflaster und -platten erhalten, gebildet werden. Dieser Stadtteppich dehnt sich ĂŒber die rahmenden Straßen hinaus aus bis zu den Neubauvorhaben an der Untergasse, ĂŒber den Hessenring hinweg zur VervollstĂ€ndigung des Saint-Avertin-Platzes bis hin zum Rathaus jenseits der Gartenstraße. Er wird fortgefĂŒhrt in der Untergasse bis zum Pijnacker-Platz.

In diese einheitliche OberflĂ€che wird ein Liniennetz als Muster eingefĂŒgt, dass gleichzeitig die Pkw-StellplĂ€tze ordnet. Um möglichst viele FlĂ€chen auch fĂŒr eine Parknutzung zu gewinnen, wird das Liniennetz in seinen Abmessungen auf die Erfordernisse des ruhenden Verkehrs ausgerichtet. Die auf der Basis des Moduls hergestellten FlĂ€chen sind multifunktional sowohl als Parkplatz wie als Stadtplatz, Marktplatz und Kerbplatz nutzbar. Die einzelnen Module dienen als ParkplĂ€tze, Baumscheiben, GrĂŒnflĂ€chen, Bushaltestellen, Fahrradparker, Spielobjekte usw.

Dementsprechend werden die GrĂŒnflĂ€chen und Baumstreifen in das Raster eingefĂŒgt. Die BĂ€ume werden dabei so angeordnet, dass sie einerseits die heterogene bauliche Umgebung filtern und andererseits einen eigenstĂ€ndigen, gestalterisch wirksamen grĂŒnen Rahmen fĂŒr den Saint-Avertin-Platz bilden bzw. innerhalb der PlatzflĂ€chen BaumdĂ€cher ausbilden.

Die Positionierung der Beleuchtung folgt ebenfalls dem Prinzip des Rasters. Die Rahmenbeleuchtung, die durch schlanke Lichtstelen am Rand des Platzes bzw. am Straßenrand gebildet wird, sorgt fĂŒr eine ausreichende Orientierungs- und Sicherheitsbeleuchtung. Die Zentralbeleuchtung wird ĂŒber zusĂ€tzliche SolitĂ€rleuchten erzeugt, die bei Veranstaltungen oder besonderen Ereignissen den Saint-Avertin-Platz illuminiert. Der höher aufragende Leuchtenmast wird mit mehreren Lichtprojektoren ausgestattet und kann so problemlos aus dem Randbereich die komplette PlatzflĂ€che ausleuchten oder je nach Wunsch illuminieren.

Zum Seitenanfang