Harmonieplatz Dietzenbach

Ideenwettbewerb:
3. Preis

Auslober:
Magistrat der Kreisstadt Dietzenbach

Areal:
1.550 qm

Bearbeitung:
2014

Der Harmonieplatz ist in einer st√§dtebaulichen Sondersituation entstanden. Das Geb√§ude Sch√§fergasse 22 weicht von der vorgegebenen Struktur individuell ab und schafft eine dreieckige Freifl√§che zwischen den begrenzenden Stra√üen. Mit der zunehmenden Funktionalisierung der √∂ffentlichen Freifl√§chen, insbesondere der Stra√üenfl√§chen f√ľr Autoverkehr und der inneren Freifl√§che als Pkw-Parkraum, reduzierten sich im Lauf der Zeit Raum-, Gestalt- und Aufenthaltsqualit√§ten des st√§dtischen Raums. Von einer Neugestaltung der Fl√§chen erhofft man sich eine R√ľcknahme der dominanten verkehrlichen Funktionalisierung (ohne Verbannung des Pkw-Verkehrs) sowie eine St√§rkung und Neubelebung des √∂ffentlichen Stadtraums mit funktionalen, sozialen und √∂kologischen Qualit√§ten, die allen Stadtbewohnern zu Gute kommen.

Bei der Neukonzeption der platzartigen Aufweitung stehen folgende Ziele im Vordergrund:

  • Bei zwei der umgebenden Stra√üen (Landwehrstra√üe und In den Speyerg√§rten) soll (wie schon f√ľr die Sch√§fergasse realisiert) deren vordergr√ľndige Verkehrsfunktion zur√ľckgenommen werden.
  • Eine Anbindung an den Altstadtbereich soll erkennbar werden.
  • Der Platz soll multifunktional und optisch vergr√∂√üert werden.
  • Es soll eine st√§rkere gestalterische Einbindung des Geb√§udes Sch√§fergasse 22 erfolgen.

F√ľr die Umsetzung dieser Ziele werden folgende Ma√ünahmen vorgeschlagen:

  • Die Landwehrstra√üe wird zur Einbindung in den Kontext der Altstadtstruktur, analog zur Sch√§fergasse, mit Natursteinpflaster gepflastert.
  • Die Stra√üe In den Speyerg√§rten wird in die Platzstruktur integriert, indem sie niveaugleich in den neuen Platzbelag eingebunden wird.
  • Die Neupflasterung des Harmonieplatzes erfolgt mit Bezug auf das Geb√§ude Sch√§fergasse 22.

Gestalterische Mittel werden zur√ľckhaltend und auf den Kontext zielend eingesetzt:

  • Natursteinpflaster als ‚ÄěAltstadt-Material‚Äú
  • Betonpflaster als zeitgem√§√ües, modernes Material.
  • Belagsb√§nderungen zur Gliederung der Fl√§che, zur Einbindung von Ausstattungen und Stadtm√∂blierungen und zur Betonung des Theater-Eingangs (‚ÄěEmpfangs-Teppich‚Äú).
  • B√§ume als Ma√üstabsbildner, als Schattenspender und zur atmosph√§rischen Bereicherung.

Die angestrebte Nachhaltigkeit ergibt sich durch:

  • die als verkehrsberuhigende Misch-Verkehrsfl√§chen angelegten Stra√üen,
  • maximal nutzbare Fl√§chen f√ľr Theaterveranstaltungen, Kerb, M√§rkte und Au√üengastronomie,
  • attraktive √∂ffentliche R√§ume mit angenehmen Alltags- und Aufenthaltsqualit√§ten
  • Verwendung qualitativ hochwertiger, langlebiger und √∂kologisch verantwortbarer Materialien,
  • kontextbezogene Raumbildung und Gestaltung,
  • und die einfache Grundstruktur, die flexibel, anpassungs- und √§nderungsfreundlich ist.
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