| Eine kleine Bürogeschichte Spannungsbögen zwischen Gärtner und Architekt Zu Beginn der Sechziger Jahre, als Ernst-Ludwig Sommerlad das Büro in Gießen gründete, musste er sich sein Profil als Gartenarchitekt erst noch erarbeiten. Der Anfang war schwierig. Doch der 1931 geborene Pionier unter den Landschaftsgestaltern wusste was er sein wollte: ein Partner der Architekten. Der Erfolg stellte sich bald ein. Bereits in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts stand Ernst-Ludwig Sommerlad an der Seite namhafter Architekten. In Frankfurt gestaltet er die Außenanlagen am Fernmeldeturm, die Deutsche Bundesbank mit Miquelpark, die Außenanlagen an der Dresdner Bank, in Bonn Anlagen um Ministerien und Botschaften. In den 1980er-Jahren kommen große Projekte hinzu: die Landeszentralbanken in Düsseldorf, Mainz und Darmstadt, die Bundeskunsthalle und weitere Ministeriumsbauten in Bonn sowie in Frankfurt die Deutsche Bank, die Deutsche Bibliothek und das Flughafenterminal 2. In den 1990ern und zu Beginn des 21. Jahrhunderts dehnt sich der Aktionsradius des Büros über Thüringen und Sachsen aus bis nach Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Eisenach wird das neue Opel-Werk begrünt. In Leipzig tragen die Dresdner Bank und das Bundesverwaltungsgericht, ehemals Reichsgericht, die Handschrift des Büros. Kompetenz beweist das Team mit dem Altbau des Außenministeriums in Berlin sowie mit der Musikhochschule in Rostock. In Frankfurt entstehen die Turmgärten im Hochhaus der Commerzbank, die Außenanlagen und Dachbegrünungen an der Europäischen Zentralbank, an der Allianz Hauptverwaltung und an der Frankfurter Welle. Erfolgreich werden Gartenschauen abgewickelt: die Bundesgartenschau 2001 in Potsdam im Bereich der Zentralen Wälle und die Landesgartenschau 2002 in den Francois-Gärten im Lamboy Viertel von Hanau. Raimund Haase und Hans-Werner Kuhli, die heutigen Inhaber des Büros, lenken seit 1992 die Geschicke des Büros. Die vom Bürogründer angesetzte Verantwortung für Funktion, Technik und Gestaltung wird vom heutigen Büro auf geschichtliche, soziale und ökologische Verantwortung ausgeweitet. So wandelbar der architektonische Zuschnitt unserer Bauprojekte ist, so fest steht unsere kultur-ökologische Zielsetzung. Menschen verändern und konstruieren ihre Umwelt stets neu. Gärten und Landschaften sind ihre beliebtesten und fortschrittlichsten Modelle. Um sie zu verwirklichen, pflegen wir unsere gärtnerischen Wurzeln und integrieren modernes Know-how und Design in eine raffiniert gestaltete Stadtlandschaft. So bringen uns gestaltete StadtLandschaften, was kostbar und selten geworden ist: Ruhe, eine intakte Umwelt und Sicherheit. Gärten und Landschaften aus unserer Hand sind ein kultiviertes Anderswo. Keine Idylle, sondern reale Utopien für unser alltägliches Leben. Eine Synthese aus Natur und Kultur. |